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Bundesbesoldungsordnung B — Grundgehalt 2026

8.308 € – 17.031 € Grundgehalt brutto / Monat
Höherer Dienst / Leitungsfunktionen Gültig ab 1. Mai 2026 Vorläufig
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Vorläufige Angaben: Die dargestellten Werte sind vorbehaltlich des noch ausstehenden Bundesbesoldungsanpassungsgesetzes. Maßgeblich sind die offiziellen Bekanntmachungen des Bundesministeriums des Innern.

Die Bundesbesoldungsordnung B (BesO B) gilt für Bundesbeamte in herausgehobenen Leitungsfunktionen — von leitenden Ministerialbeamten über Behördenpräsidenten bis hin zu beamteten Staatssekretären. Im Unterschied zur BesO A gibt es in der BesO B kein Stufensystem: Jede Gruppe hat ein festes Grundgehalt, das ab dem ersten Tag in voller Höhe gezahlt wird.

Gehaltstabelle BesO B Bund 2026

Gruppe Grundgehalt monatlich
B 1 8.308 €
B 2 9.615 €
B 3 10.168 €
B 4 10.747 €
B 5 11.411 €
B 6 12.042 €
B 7 12.650 €
B 8 13.287 €
B 9 14.077 €
B 10 16.531 €
B 11 17.031 €
info

Die BesO B gilt kumulativ zur BesO A: Wer in BesO B eingestuft ist, erhält ab dem ersten Diensttag das volle Grundgehalt seiner Gruppe — ohne Wartezeit oder Stufenprogression. Bundesbeamte erhalten keine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld).

Was ist die Bundesbesoldungsordnung B?

Die Bundesbesoldungsordnung B (BesO B) ist eine der Besoldungsordnungen des Bundesbesoldungsgesetzes (BBesG). Sie gilt für Bundesbeamte in herausgehobenen Leitungs- und Führungsfunktionen — also für Positionen, die deutlich über den regulären Laufbahnaufstieg der BesO A hinausgehen.

Typische Träger einer BesO-B-Stelle sind: Ministerialdirigenten und Abteilungsleiter in Bundesministerien, Präsidenten von Bundesbehörden sowie beamtete Staatssekretäre — die höchste reguläre Besoldungsstufe im deutschen Beamtenrecht.

Eckdaten BesO B Bund

  • check_circle11 Gruppen — B 1 bis B 11
  • check_circleFestgehalt — kein Stufensystem, sofortige Vollbesoldung
  • check_circleKeine JSZ — kein Weihnachtsgeld, Jahresgehalt = 12 × Grundgehalt
  • check_circleRechtsgrundlage: Bundesbesoldungsgesetz (BBesG), Anlage II

Kein Stufensystem: Sofortige Vollbesoldung in der BesO B

Der wichtigste Unterschied zur BesO A ist das Fehlen eines Erfahrungsstufensystems. In der BesO A steigt das Grundgehalt über bis zu 8 Stufen über einen Zeitraum von rund 23 Jahren an. In der BesO B gilt dagegen vom ersten Tag an das volle Grundgehalt der jeweiligen Gruppe — ohne Wartezeit, ohne Progression.

BesO A (mit Stufen)

Einstieg in Stufe 1, Aufstieg über 8 Stufen (~23 Jahre). Beispiel A 13: 5.046 € (Stufe 1) → 6.428 € (Stufe 8).

BesO B (Festgehalt)

Sofort volles Grundgehalt. Kein automatischer Gehaltsanstieg durch Dienstjahre. Höheres Gehalt nur durch Beförderung in eine höhere B-Gruppe.

BesO B vs. BesO A: Wann gilt welche Ordnung?

Beide Besoldungsordnungen gelten für Bundesbeamte im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit — der entscheidende Unterschied liegt in der Art der Funktion:

BesO A — Laufbahnbeamte

  • Regelbeamte im einfachen, mittleren, gehobenen und höheren Dienst
  • Einstieg über Laufbahnprüfung oder Studium
  • Gehaltsaufstieg über 8 Erfahrungsstufen (~23 Jahre)
  • Höchste Gruppe: A 16

BesO B — Leitungsbeamte

  • Herausgehobene Leitungs- und Führungspositionen
  • Besetzung oft durch politische oder fachliche Berufung
  • Festgehalt ab Tag 1 — kein Stufensystem
  • Spanne: B 1 bis B 11

Der Übergang von BesO A nach BesO B erfolgt nicht automatisch durch Dienstjahre, sondern ausschließlich durch förmliche Beförderung auf eine ausgeschriebene B-Stelle. Die höchste A-Gruppe (A 16) entspricht in etwa der Eingangsgruppe B 1 bis B 2, liegt aber deutlich unter dem späteren B-Gehalt.

Besoldungsordnung B: Häufige Fragen

Gibt es Weihnachtsgeld für Beamte in BesO B?

Nein. Bundesbeamte — unabhängig von der Besoldungsordnung — erhalten keine Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld). Das Jahresgehalt entspricht exakt 12 × dem monatlichen Grundgehalt.

Erhalten BesO-B-Beamte Beihilfe zur Krankenversicherung?

Ja. Wie alle Bundesbeamten haben auch BesO-B-Beamte Anspruch auf Beihilfe (50–70 % der Krankheitskosten je nach Familienstand) und sind typischerweise privat krankenversichert. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtvergütung.

Gibt es zusätzliche Zulagen in der BesO B?

Neben dem Grundgehalt können Zulagen wie Familienzuschlag, Stellenzulagen (z. B. für Auslandsverwendung) oder besondere Erschwerniszulagen hinzukommen. Diese sind im BBesG gesondert geregelt und werden zum Grundgehalt addiert.

Wie hoch ist die Pension für BesO-B-Beamte?

Die Beamtenpension richtet sich nach dem letzten ruhegehaltsfähigen Grundgehalt und der Dienstzeit. Nach 40 Dienstjahren beträgt der Höchstruhegehaltssatz 71,75 % des letzten Grundgehalts. Bei einem B-11-Beamten entspricht das einem monatlichen Ruhegehalt von rund 12.220 €.

Kann man direkt in die BesO B eingestellt werden?

In der Regel nicht. Der Regelweg führt über die BesO A, in der Beamte Laufbahnprüfungen ablegen und Erfahrung sammeln. B-Stellen werden auf konkrete Führungspositionen ausgeschrieben und intern oder extern besetzt — oft nach jahrelanger Bewährung in hohen A-Gruppen.

Angaben ohne Gewähr. Die dargestellten Werte sind vorläufige Angaben, vorbehaltlich des noch ausstehenden Bundesbesoldungsanpassungsgesetzes. Maßgeblich sind stets die offiziellen Bekanntmachungen des Bundesministeriums des Innern und für Heimat sowie der aktuelle Wortlaut des Bundesbesoldungsgesetzes (BBesG).