Presse Für Arbeitgeber
Veröffentlicht am: 04.08.2026 | Bearbeitet am: 05.08.2026 | Autor: A. Bogen

TALENTpro 2026: Jobs-beim-Staat.de zeigt, wie modernes Recruiting im öffentlichen Dienst funktioniert

Auf der TALENTpro, einer Personalmesse mit speziellem Fokus auf den öffentlichen Dienst, war Jobs-beim-Staat.de gleich doppelt vertreten: Mit einem eigenen Messestand und einem gut besuchten Fachvortrag über datenbasierte Erkenntnisse zum Recruiting im öffentlichen Dienst. Ein fünfköpfiges Team rund um Gründer und Geschäftsführer Andreas Bogen nutzte die beiden Messetage, um mit Personalverantwortlichen über die Herausforderungen der Fachkräftegewinnung im öffentlichen Sektor zu diskutieren und vor allem neue Chancen und Lösungsansätze aufzuzeigen.

30 Millionen Jobsuchen liefern neue Einblicke

Im Mittelpunkt stand der Vortrag „Was wir aus 30 Millionen Jobsuchen im öffentlichen Sektor gelernt haben“ von Andreas Bogen am ersten Messetag. Grundlage waren die Auswertungen von 32,7 Millionen Jobsuchen, 17,2 Millionen Websitebesuchen und 43,5 Millionen Seitenaufrufen auf Jobs-beim-Staat.de innerhalb eines Jahres. Die Analyse liefert einen einzigartigen Einblick in das tatsächliche Such- und Bewerbungsverhalten potenzieller Bewerber – und räumt gleichzeitig mit überholten Annahmen in der Personalgewinnung auf.

Recruiting-Mythen auf dem Prüfstand

Die Daten zeigen deutlich: Viele Einschätzungen, die sich über Jahre im Recruiting etabliert haben, halten einer empirischen Überprüfung nicht stand. So ist nicht der Dezember, sondern der Januar der stärkste Monat für Jobsuchen im öffentlichen Dienst. Ebenso überraschend: Dienstag ist der suchstärkste Wochentag, während der Samstag – früher der klassische Stellenmarkt-Tag – inzwischen den Tiefpunkt markiert.

Der öffentliche Dienst muss neue Zielgruppen ansprechen

Besonders deutlich wurde außerdem, dass der öffentliche Dienst viele Bewerber erst während ihrer Jobsuche erreicht. 65 Prozent der Suchenden suchen zunächst gar nicht gezielt nach dem öffentlichen Dienst, sondern stoßen über allgemeine Suchanfragen auf passende Stellenangebote. Die große Ausnahme: Der Quereinstieg. „quereinstieg öffentlicher dienst“ ist der Top-Suchbegriff. Für öffentliche Arbeitgeber bedeutet das: Wer Stellen offen formuliert und Quereinsteiger gezielt anspricht, erschließt ein deutlich größeres Bewerberpotenzial.

Der Arbeitgeber macht den Unterschied

Ein weiteres Ergebnis: Der Arbeitgeber selbst wird zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Die Plattformdaten zeigen, dass sich die Bewerbungsquote bei vergleichbaren Stellen je nach Arbeitgeber um ein Vielfaches unterscheiden kann. Faktoren wie ein überzeugender Arbeitgeberauftritt oder ein einfacher Bewerbungsprozess beeinflussen den Bewerbungserfolg stärker als viele bislang angenommen haben.

Bewerber bestimmen die neuen Spielregeln

Die Auswertung von mehr als 30 Millionen Jobsuchen zeigt plakativ: Das Such- und Bewerbungsverhalten hat sich verändert. Wer heute erfolgreich Personal gewinnen möchte, sollte Stellenangebote konsequent an den Erwartungen der Bewerber ausrichten – von verständlichen Gehaltsangaben über offene Ausschreibungen bis hin zu einfachen Bewerbungswegen. Kurz gesagt: Wer mehr Bewerbungen will, muss den Bewerbern folgen – nicht dem Bauchgefühl.

Die Top 5 Hebel für mehr Bewerbungen
  • Offen ausschreiben, Quereinstieg mitdenken

Nicht eng am Amtstitel – Quereinsteiger und unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigen.

  • Gehalt zeigen und erklären

Konkrete Beträge nennen und Entgeltgruppen verständlich einordnen.

  • Timing nutzen

Im Januar und früh in der Woche ausschreiben – Dienstag schlägt Samstag.

  • Technische Eigentore vermeiden

Defekte Bewerbungslinks und unnötige Hürden im Bewerbungsprozess vermeiden.

  • Als Arbeitgeber überzeugen

Auftritt, Benefits und Bewerbungsweg aktiv gestalten.